Mischna Tora Talmud

Mischna Tora Talmud

Bawa Metzia 6.1 Flöten, Sänften und Täuschung

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Wenn jemand Handwerker mietet und dabei einer den anderen getäuscht hat, so hat einer gegen den anderen nichts mehr als eine Beschwerde. Hat jemand einen Eseltreiber oder Fuhrmann gemietet, um Sänftenträger und Flöten für eine Braut oder einen Toten zu bringen, oder er mietet Arbeiter, um Flachs aus der Beize zu holen, oder für irgendeine andere Sache, die sonst verloren gingen, und sie sind zurückgetreten — so kann er an einem Ort, wo keine anderen Leute zu bekommen sind, auf ihre Kosten Arbeiter mieten oder sie täuschen.

Bawa Metzia 5.11 Wer übertritt wie viele Verbote?

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Folgende übertreten Tora-Verbote: der Gläubiger, der Schuldner, der Bürge und die Zeugen; die Weisen sagen: auch der Schreiber. Sie übertreten die Verbote: „Du sollst nicht geben“, „du sollst von ihm nicht nehmen”, „du sollst ihm nicht wie ein Schuldherr sein”, „ihr sollst ihm keinen Zins auflegen”, und „vor einem Blinden sollst du keinen Anstoß legen, und fürchte dich vor deinem Gott, ich bin der Ewige!”

Bawa Metzia 5.10 Arbeit gegen Arbeit und Geschenke

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Es darf jemand zu seinem Nächsten sagen: „Jäte mit mir, und ich will mit dir jäten”, oder: „Grabe mit mir, und ich will mit dir graben”; darf aber nicht zu ihm sagen: „Jäte mit mir, und ich will mit dir graben”, oder: „Grabe mit mir, und ich will mit dir jäten.” Alle Tage der trockenen Jahreszeit sind eins; alle Tage der Regenzeit sind eines. Er darf nicht zu ihm sagen: „Pflüge mit mir in der trockenen Jahreszeit, und ich will mit dir in der Regenzeit pflügen.” Rabban Gamliel sagt: Es gibt voraus bezahlten Zins, und es gibt nachträglichen Zins. Auf welche Weise? Hatte jemand die Absicht, sich vom anderen zu leihen und schickt ihm etwas und sagt: „Damit du mir leihst”, so ist dies voraus bezahlter Zins; hatte er sich von ihm geliehen und ihm später sein Geld zurückgegeben, und er schickt ihm etwas und sagt: „Für dein Geld, das du bei mir ohne Nutzen hattest”, so ist dies nachträglicher Zins. R. Schimon sagt: Es gibt einen Zins in Worten. Er darf zu ihm nicht sagen: „Wisse, jener Mann ist von jenem Ort angekommen!”

Bawa Metzia 5.9 Hillel, Zins und Brot

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Es darf niemand zu seinem Nächsten sagen: „Leihe mir einen Kor Weizen, und ich will dir zur Dreschzeit zahlen”; jedoch kann er zu ihm sagen: „Leihe mir, bis mein Sohn kommt” oder ”… bis ich den Schlüssel finde.” Hillel aber verbietet es. Ebenso hat Hillel gesagt: Es soll eine Frau der anderen nicht einen Laib Brot leihen, es sei denn, dass sie ihn in Geld veranschlagt, denn der Weizen könnte teurer werden, und es käme somit zu einer Zinszahlung.

Bawa Metzia 5.8 Der Feldbauer und die Saat

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Es darf jemand seinen Feldbauern Weizen gegen Weizen zur Aussat leihen, aber nicht zum Verzehren. R. Gamliel hatte zwar seinen Feldbauern Weizen gegen Weizen zur Aussaat derart geliehen, dass er stets, ob es teuer war und dann günstiger geworden, oder ob es zuerst günstig war und dann teurer geworden ist, nach dem günstigeren Preis bezahlt nahm, nicht aber, weil die Norm so ist, sondern nur, weil er für sich selbst strenger sein wollte.

Bawa Metzia 5.7 Mist kaufen

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Man darf nicht auf Früchte einen Kauf abschließen, bevor der Marktpreis bekannt geworden ist. Ist der Marktpreis bekannt geworden, darf man abschließen, denn obwohl dieser keine hat, so hat doch ein anderer. War er der erste der Schnitter, so kann er mit ihm auf die Garbenhaufen abschließen; ebenso auf die Butte mit Weintrauben, auf die Kufe mit Oliven, auf die Eier des Töpfers und auf den Kalk, sobald er ihn in den Ofen gesenkt hat. Auf Dünger darf er mit ihm das ganze Jahr abschließen. R. Josse sagt: Man darf nicht auf Dünger abschließen, außer, wenn man Dünger auf dem Misthaufen hat. Die Weisen aber erlauben es. Er darf mit ihm zum günstigen Preis abschließen. R. Jehuda sagt: Obgleich er nicht mit zum günstigen Preis abgeschlossen hat, kann er zu ihm sagen: „Gib mir für diesen Preis, oder gib mir mein Geld zurück!”

Bawa Metzia 5.6 Nichtjuden und Zins

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Man darf nicht eisernes Kleinvieh von einem Juden übernehmen, weil es Zins ist; aber man darf eisernes Kleinvieh von einem Nichtjuden übernehmen; auch darf man auf Zins von ihnen entleihen und ihnen leihen. Dasselbe gilt von einem Beisass-Konvertiten. Ein Jude darf das Geld eines Nichtjuden auf Zins verleihen mit Einwilligung des Nichtjuden, aber nicht, wenn es bloß mit Einwilligung des Juden geschieht.

Bawa Metzia 5.5 Tiere, die Geld verdienen

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Man darf eine Kuh, einen Esel und jede Sache, welche arbeitet und isst, zur Hälfte abschätzen. Wo es üblich ist, die Jungen sogleich zu teilen, teile man; wo es aber üblich ist, sie groß zu ziehen, ziehe man sie groß. R. Schimon, Sohn Gamliels, sagt: Man darf ein Kalb mit der Mutter und ein Eselfüllen mit der Mutter zusammen schätzen; ebenso darf man auf sein Feld Kosten aufwenden, ohne befürchten zu müssen, dass es Zins sei.

Bawa Metzia 5.4 Mehr verbotener Geschäfte

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Man darf nicht einem Krämer auf halben Gewinn einsetzen, auch darf man nicht einem Händler Geld geben, um dafür Früchte auf halben Gewinn einzukaufen, außer wenn man ihm seinen Lohn wie einem Arbeiter bezahlt. Man darf nicht Hühner zur Hälfte des Ertrags ansetzen, ebenso darf man nicht Kälber und Eselfüllen zur Hälfte abschätzen, außer wenn man dem Übernehmer den Lohn für seine Mühe und seine Nahrung gibt. Man darf aber Kälber und Eselfüllen zur Hälfte übernehmen und sie ziehen, bis sie ein Drittel groß sind, und einen Esel, bis er tragfähig geworden ist.

Über diesen Podcast

Jüdische Werke auf Deutsch, gelesen und erläutert.

von und mit Igor Itkin

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